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Frau mit Kaffeetasse und Handy

In unseren letzten Blogartikeln ging es bereits darum, wie wichtig Content ist, dass es in den sozialen Netzwerken unterschiedliche Taktiken gibt Content zu produzieren und verbreiten und wie man Vertrauen zum Kunden aufbauen kann. Man hört immer wieder vom sogenannten Storytelling und dass es essentiell sei, Geschichten über das Unternehmen zu erzählen.


Was ist Business Storytelling?

(Business) Storytelling bezeichnet eine Methode, bei der man durch das Erzählen von Geschichten den Fakten und Informationen eine unterhaltende Komponente verleiht und den Kunden im besten Fall emotional berührt. Storytelling lässt sich auf viele Bereiche übertragen und anwenden. Geschichten werden nicht nur im Marketing und in der Werbung erzählt, sondern beispielsweise auch im Journalismus oder bei der Wissensvermittlung. Hierbei soll man sich natürlich nichts aus den Fingern saugen– das Storytelling dient lediglich dazu Fakten lebhaft zu vermitteln. Dabei kommt es gerade auch darauf an, in welchem Stil und mit welcher Tonalität man diese Informationen vermitteln möchte. 


Wozu braucht man gutes Storytelling?

Gutes Storytelling soll nicht dazu dienen Dinge zu vertuschen. Man möchte hierbei dem Kunden einen emotionalen Mehrwert bieten, den er mit der Marke verbinden kann. Da man fast schon mit Werbung bombardiert wird, versucht man hiermit zum Kunden durchzudringen und sich langfristig im Gedächtnis zu verankeren. Der Kunde soll Assoziationen mit der Marke erzeugen können.  


Menschen wollten unterhalten werden

Geschichten sind ein Mittel, um Wissen weiterzutragen. Storytelling dient dazu das Interesse des Rezipienten zu wecken und die gewünschte Botschaft spielerisch zu übertragen. Menschen möchten dabei unterhalten werden und schalten schnell ab, sollte das Dargestellte langweilig vermittelt werden. Dabei geht es nicht darum sich eine aufregende Unternehmensstory auszudenken, sondern sich auf seine Stärken zu fokussieren und diese geeignet zu kommunzieren – egal ob sachlich, emotional oder vielleicht auch polarisierend. 


Ein Gefühl mit der Marke verknüpfen

Beim Storytelling wird oft das Produkt oder eine Dienstleistung mit einem bestimmten Gefühl oder besser gesagt mit einem bestimmten Lebensgefühl verknüpft. So z. B. bei dem Energydrinkhersteller Red Bull, bei dem sich alles um das Gefühl von "Freiheit" dreht. Wahrscheinlich erinnert sich auch jeder an die letzte große Marketingkampagne des Supermarkts Edeka, in der der Großvater der Familie – um sie alle zusammenzubringen – vorspielt, dass ihm etwas zugestoßen sei. Dabei lenkt der Hersteller zwar die Aufmerksamkeit auf sich – jedoch indem er eine Geschichte um seine eigene Marke erzählt und emotional Spannung aufbaut. Damit verbindet der Rezipient ein gutes Gefühl mit der Marke und kauft das nächste Mal eventuell– ob bewusst oder unterbewusst – bei diesem Anbieter an.


Positive Assoziationen herstellen

Natürlich möchte man mit seinen Geschichten Spannung erzeugen und auch trockene Inhalte emotional erzählen. Menschen merken jedoch relativ schnell, wenn das Gesagte und Dargestellte nicht der Wahrheit entspricht und man – z. B. in den sozialen Medien – lediglich Klicks abfangen möchte. Man verspielt sich damit die Chance die Vorteile von gutem Storytelling zu nutzen. Damit erzeugt man direkt von Anfang an negative Gefühle und geht das Risiko ein, dass die Zielgruppe direkt das Interesse verliert. Wie bei jeden Inhalten, muss man sich vorher überlegen, wie die Absichten passend kommunziert werden können.


Welche Elemente sind entscheidend?

Eine gute Story aktiviert das Interesse der Zielgruppe. Dabei sollte man die Geschichten immer ausgehend von seiner Zielgruppe schreiben. Geschichten müssen einfach erzählt und einprägsam sein. Am besten bietet man der Zielgruppe Identifikationsmaterial, um sie langfristig zu binden. 

  • Sind meine Informationen verständlich?
  • Orientiere ich mich an meiner Zielgruppe?
  • Kommunziere ich meine Informationen bedürfnisorientiert nach Außen?
  • Sind meine Geschichten einprägsam oder zu kompliziert vermittelt?

Für ein gutes Storytelling muss man sich in die Rolle des Lesers (oder Rezipienten – je nachdem von welchem Medium man ausgeht) versetzen. 


Die Erzählweisen des Storytellings

Nur weil man ein seriöses Unternehmen ist, heißt das nicht, dass man nicht auch ein wenig Witz in seine Geschichten hineinbringen kann. Grundsätzlich kann Storytelling in Form von vielen Medien existieren – egal ob beispielsweise als Text, Bild oder Video. 

  • Was ist also mein Alleinstellungsmerkmal und wie verpacke ich es?

Emotional?

Soll die Geschichte emotional aufgeladen werden? Welche Emotionen sollen vermittelt werden? Passt diese Art der Kommunikation zu meinem Unternehmen?

Es können nicht nur positive Emotionen geweckt werden. Viele Geschichten – und damit negative Emotionen wie z. B. Angst oder Trauer– können ebenso funktionieren. 

Sachlich?

Sachlich bedeutet nicht gleich langweilig. Auch wenn emotionale Inhalte den Rezipienten mehr fesseln – manchmal lohnt es sich, Geschichten neutral bzw. sachlich zu erzählen. Legt das Unternehmen Wert auf einen informativen Charakter, macht es keinen Sinn, auf Biegen und Brechen einen anderen Weg einzuschlagen. 

Polarisierend?

 

Zu polarisieren muss nicht immer negativ sein. Man sollte seiner persönlichen Strategie treu bleiben – manchmal können jedoch Inhalte, die aus dem Raster fallen, für eine gute Abwechslung sorgen. 

Was passt zum Unternehmen?

Man muss sich selbst vermarkten und den geeigneten Weg der Kommunikation finden. Jedes Unternehmen kann eine Geschichte erzählen, denn jeder hat seinen persönlichen Werdegang. Wenn ein Produkt durch Storytelling beworben wird, hat man in den meisten Fällen mehr Freiheiten die Geschichte emotional aufzuladen. Das liegt daran, dass in den meisten Fällen eine Geschichte um das Produkt gesponnen wird. Aber auch die eigene Geschichte kann spannend erzählt werden. Dabei sollte man sich stets fragen, welche Erzählweise die Zielgruppe am ehesten ansprechen könnte, aber auch zum Unternehmen passt. 


Worauf man bei der eigenen Story achten sollte  

 Beim Storytelling kommt es nicht nur darauf an, was man erzählt, sondern vor allem warum und wie man es erzählt. Gerade das "Wie" bindet schlussendlich den Rezipienten an die Geschichten und macht sie interessant. Je authentischer man also dem Kunden vermittelt, warum man etwas tut, desto erfolgreicher ist das Storytelling. Man gibt der Marke ein Gesicht, indem man Vertrauen schafft. Dabei gibt es wie bereits erwähnt keine konkreten Regeln. Man muss auf die eigene Art und Weise Relevanz erzeugen. 


Die Vorteile des Storytellings

  • Sie verhelfen zu einem konkreten Markenimage
  • Sie bieten dem Kunden Orientierung und verhelfen zu einem Vorstellungsbild 
  • Sie sorgen für eine gute Kundenbeziehung

 


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