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Kind mit Lego-Bausteinen

Das CMS Drupal für suchmaschinenoptimierte Websites

Drupal ist bereits von sich aus als CMS für Suchmaschinen bestens geeignet. Darüber hinaus gibt es jedoch auch hier einige Zusatzmodule, die leicht installiert werden können und die Auffindbarkeit der Webseiten steigern.
In diesem Beitrag sollen die wichtigsten SEO Module für Drupal kurz zusammengefasst werden. 


Path

Path ist bereits im Core von Drupal enthalten. Mit dem Modul lassen sich die internen Pfade in lesbare URLs ändern. Das hilft nicht nur den Suchmaschinen die Seite besser einordnen zu können, sondern hilft darüber hinaus auch den Besuchern sich besser auf der Seite zurecht zu finden. Deshalb nennt man diese Pfade auch gerne mal “sprechende URLs”. Wichtig hierbei: Sollte sich der sogenannte “Alias” permanent ändern – wenn man dem Pfad also einen anderen Namen gibt – sollte man auf jeden Fall einen Redirect von der alten URL zur neuen erstellen. Wenn hier nämlich lediglich die alte URL gelöscht und eine neue erstellt wird, verliert man all die positiven Rankingfaktoren, die die Seite zuvor bereits hatte.
Es macht im Allgemeinen sehr viel Sinn, sich vorab zu überlegen, wie die URL-Struktur aussehen soll, damit keine großen Veränderungen im Nachhinein getroffen werden müssen. 


Pathauto

Mit dem Zusatzmodul Pathauto werden automatisch SEO-freundliche URL’s generiert. Pathauto erzeugt die URL-Strukturen anhand der Titel auf der Seite. Das erweiterte Modul bietet zum “einfachen” Path den Vorteil, dass man den URL-Alias nicht für jeden neuen Inhalt manuell eintragen muss. Außerdem lassen sich mit Pathauto sogenannte Tokens Muster für die Pfade definieren. Für jede Content-Art lässt sich folglich definieren, in welcher Struktur die URL gebaut werden soll. 


Simple XML sitemap

Eine Sitemap dient dazu, dass eine Website leichter von Suchmaschinen (oder sagen wir besser Google) indexiert wird. Die Sitemap ist eine Datei, in der Google den Hinweis erhält, welche Seiten der Website durchsucht werden sollen. Suchmaschinen-Webcrawler, wie beispielsweise der Googlebot, können die Seite dann intelligenter crawlen. Das Modul XML sitemap erstellt eine Sitemap über die Inhalte der Website. 


Meta-Tag

Mit dem Metatag Modul werden automatisch Meta-Tags auf all den Seiten der Website hinzugefügt. Meta Tags sind die von einer Suchmaschine angezeigten Informationen nach der Suche. Es gibt dabei diverse verschiedene Meta Tags – beispielsweise, um Facebook zu zeigen, wie der Inhalt auf der Plattform dargestellt werden soll – welches Bild also genutzt werden soll und welcher Titel beim Teilen angezeigt wird. 
MIt dem Modul lässt sich der Title (Titel) und die Description (Beschreibung), die bei der Google-Suche auftauchen ganz einfach anpassen und umschreiben. Das Modul erlaubt es aber eben auch Meta Tags, wie das Open Graph Protocol von Facebook, zu setzen.


Redirect

Als Redirect (Kurzform von “redirection”) wird eine automatische Weiterleitung einer URL zu einer anderen URL bezeichnet. Weiterleitungen finden ihren Nutzen beim Umzug einer Website auf eine neue Domain oder beispielsweise bei Serverwartungen. Damit werden doppelte Inhalte (sogenannter Duplicate Content) vermieden. Das ist aus SEO-Sicht wichtig, weil Suchmaschinen doppelte Inhalte negativ bewerten. Duplicate Content entsteht dann, wenn gleiche Inhalt mit unterschiedlichen URL’s von den Suchmaschinen indexiert werden. 


Google Analytics

Mit dem Tracking-Code von Google lässt sich der Verkehr auf der Website analysieren. Hiermit kann man beispielsweise einsehen, wie lange die Besucher auf der Website verweilen und wie hoch die sogenannte Absprungrate ist. Die Absprungrate ist der prozentuale Anteil der Sitzungen der Besucher, die beim Besuch der Website lediglich eine Seite aufrufen und wieder schließen. Wenn also viele Besucher nur die Startseite der Website aufrufen und die restlichen Inhalte ignorieren, wird Google Analytics eine hohe Absprungrate festhalten. Das ist gerade dann eine sehr wichtige Information, wenn die anderen Inhalte der Website von viel höherer Bedeutung sind. Enthält die Website ausschließlich eine Seite, kann die hohe Absprungrate ignoriert werden.
Die Einbindung des Moduls bietet darüber hinaus weitere umfangreiche Daten in Echtzeit. 


Blazy

Mit dem Modul Blazy werden Bilder auf der Website erst dann geladen, wenn sie im sichtbaren Bereich auftauchen. Das sorgt dafür, dass die Website schneller geladen werden kann. Die Ladezeit der Website hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Suchmaschinen-Rankings und sorgt dafür, dass Besucher ein besseres Nutzererlebnis erfahren. Sollte eine Website schlecht laden, ist die Absprungrate höher.
Mit dem Google Tool Pagespeed Insights lässt sich die Ladegeschwindigkeit der Website ganz einfach überprüfen. 


Real-time SEO Yoast

Mit dem Real-Time SEO Modul können die Inhalte der Seite im Backend direkt analysiert werden. Das Modul bietet beispielsweise die Funktion, den Text nach einem Keyword überprüfen zu lassen. Der Snippet Editor zeigt dem Benutzer, wie die Website bei den Suchmaschinenergebnisse angezeigt wird. Darüber hinaus fasst das Modul die prägnantesten Maßnahmen zusammen, die aus SEO-Sicht im Text verbesserungswürdig sind.
Ist der Text überhaupt leserfreundlich? Wird das Keyword zu selten oder auch sogar zu oft verwendet? Ist überhaupt genügend Text vorhanden?


Fazit

Mit Drupal lassen sich Websites erstellen, die nicht nur suchmaschinenoptimiert sind, sondern auch Zukunftssicherheit bieten. Die Module bieten wichtige Funktionen, um den Content der Website zu kontrollieren und anzupassen. Das Backend von Drupal ist bereits von Hause aus sehr übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Gerade aber durch die Installation weiterer Module, lässt sich das Arbeiten mit dem CMS erweitern und damit vor allem optimieren.
Die oben genannten Module bilden dabei bloß eine kleine Auswahl von Zusatzeinstellungen, die aus SEO-Sicht relevant sind. 

Weitere Module, die interessant sein könnten:

  • Easy Breadcrumb
  • Search 404
  • Hreflang
  • Drupal SEO Checklist

Very Important Content 

Die Inhalte spielen bei der Suchmaschinenoptimierung eine immer bedeutendere Rolle. Nicht ohne Grund wird der Spruch “Content is King” fortwährend geläufiger. Dabei sind gerade die User Signals (das Verhalten der Besucher auf der Website) entscheidend. Es geht hierbei nicht nur darum Texte zu schreiben, die eine hohe Keyword-Dichte aufweisen, sondern dem Leser/Besucher einen Mehrwert zu bieten vermögen.
Die User Signals geben Auskunft darüber, wie sich der Besucher nach dem Klicken auf den Google-Link auf der Website verhält. Eine hohe Absprungrate muss hier nicht zwangsläufig ein schlechtes Indiz sein, wenn daneben eine hohe Verweildauer auf der Seite gemessen wird. 

Blogartikel Post


Nutzerzentrierter Content für SEO

Damit das möglich ist, ist der nutzerzentrierter Content aus SEO-Sicht sehr entscheidend. Bei der Content-Erstellung sollte stets darüber nachgedacht werden, welche Informationen für den Besucher von Interesse sein könnten. 

  • Welche Suchanfrage könnte der Besucher stellen?
  • Welche Informationen erwartet der Besucher bei welcher Suchanfrage?
  • Wie kann dem Besucher bestmöglich geholfen werden?
  • Welche Informationen benötigt der Besucher dazu?

Allgemein gilt: Je länger ein Text ist, desto besser kann er von Google gerankt werden. Der Content muss aber nicht nur lang sein, sondern den zuvor angesprochenen Mehrwert und Abwechslung bieten. Denn sollte das, was die Besucher auf der Website sehen, als langweilig und unnütz erachtet werden, wird die Zielgruppe nicht richtig angesprochen und bietet keinen ROI.